Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

Familien-Wanderreise "Mosel - Burgen"

14 Wanderer trafen sich am 03. Okt. zu einer Wanderfahrt an die Mosel. Um 10Uhr auf dem Kirchplatz drehten sich die Räder in Richtung Burg Pyrmont. Von hieraus wanderte die Gruppe durch das romantische urwüchsige Eltztal in Richtung Burg Eltz. Der Wanderweg startete unterhalb der Burg Pyrmont an der Pyrmonter Mühle. Wer glaubte, dass man dem Bachlauf folgend immer bergab wanderte, der irrte: Um durch das Eltztal zur Burg Eltz zu gelangen musste so mancher kleine Anstieg genommen werden. Nach ca. 2,5Std an der Burg Eltz angekommen konnten sich die Wanderer aus der Ferne an der Silhouette der Burg erfreuen. Die auf einstigen 500 DM-Scheinen abgebildete Burg zeigte sich im Glanz der Sonne stolz und gewaltig. Bei der anschließenden Burgbesichtigung konnten sich die Wanderer von einer jungen und sehr charmanten Führerin die Geschichte der Burg von der Errichtung (erstmals erwähnt 1157 n. Chr.) bis in die heutige Zeit erzählen lassen; ebenso die Lebensweise der Bewohner von der Erbauung bis heute (die Burg befindet sich heute immer noch in Familienbesitz).

Nach Anfahrt, ca. 3Std Wanderzeit und Burgbesichtigung hatten die Teilnehmer vor dem gemeinsamen Abendessen in unserem Quartier, dem Landgasthof Neuhaus bei Wierschem, noch etwas Zeit zum zu relaxen.

Auf dem Programm des zweiten Tages stand Besichtigung der Burg Ehrenburg und einer 3stündigen Wanderung auf dem Moselhöhenweg des Hunsrückverein e. V. zur Burg Thurant.

Unser Wanderführer Rudolf Hoffmann wies uns mit einer Erklärung über das Burgenleben in die Geschichte der Burg ein. Danach wurde die Burg nach neuesten Erkenntnissen um 1150 erbaut. Die Burg wird heute von einem gemeinnützigen Freundeskreis der Ehrenburg e.V. betreut und erhalten. Die Burg, mit dem mächtigen doppeltürmigen Bergfried und zahlreichen Kellergewölben, stand nun den Wanderern zur Besichtigung zur Verfügung.

Die anschließende Wanderung war schon das Höchste was einem Wanderer passieren kann:

Mit Abstieg bis fast an die Mosel und das Durchwandern des Brodenbachtals, dass im Charakter dem pfälzischen Karlstal sehr nahe kommt, und dem Wiederaufstieg auf die Teufelslay mit ihrer phantastischen Aussicht auf die Mosel, das Brodenbachtal, das ebenfalls wie das am Tage zuvor durchwanderte Eltztal urromantisch ist und mit seinem Bachlauf den Wanderer immer wieder aufs Neue begeistert, die germanische Kultstätte, dem Donnerloch, das dem Gott Donar geweiht sein soll, durch riesige weite Immergrünfelder und an einem riesigen Ameisenhaufen vorbei auf schmalen Pfaden. Fast am Ende des Tals angekommen überraschte uns der Wanderführer mit einem sehr anspruchsvollen Anstieg, den Jeder schaffte, hoch auf den Rücken des Hunsrücks. Belohnt wurden die ganzen Strapazen mit einer sensationellen Aussicht auf Mosel, Hunsrück, Vulkaneifel und Umgebung. Der Sonnenschein der Herbstsonne brachte die Farbenpracht der Herbstfarben von Bäumen und Sträucher voll zum Ausdruck. Und was nun?. Es ging wieder bergab in Richtung Alken an der Mosel. Aus dem Wald kommend sah man die Burg Thurant auf der Anhöhe strotzend. Nach dem Aufstieg zur Burg konnten sich die Wanderer bei einem kleinen Imbiss von Würstchen mit Kartoffelsalat oder Apfelstreuselkuchen, Kaffee, Bier, Sprudel oder Federweißer im Kellergewölbe der Burgschänke stärken.

Nach einer kurzen Autofahrt erreichte die Gruppe Beilstein. Hier erwartete uns eine Dorfbesichtigung ganz besonderer Art: Rainer Vitz erklärte uns anhand alter Fotografien und Zeichnungen die Entstehungsgeschichte und das Leben im Ort Beilstein.

Dem Ort, der im 14. Jahrhundert etwa 30 % der Bevölkerung jüdischer Abstammung war und eine Synagoge hatte und von der Burg, dem Sitz des Fürstengeschlechts der Metternichs.

Einen historischen Marktplatz mit dem Zehnthaus inklusive Zehnthauskeller und die Geschichte des heutigen Bürgerhauses, dass auch schon mal Kirche war.

Ebenso wurde hier in der historischen Kulisse auch der Film „Wenn wir alle Engel wären“ mit Heinz Rühmann gedreht.

Unser Führer kam bei seinen Erzählungen so ins Schwärmen, dass er in seiner Begeisterung für Beilstein schwerlich zu bremsen war. So nahm die Führung ein Ausmaß an, das den vorgesehenen Zeitrahmen sprengte.

Nach der Rückkehr in unser Quartier konnte nun in geselliger Runde der Tag gemeinsam beschlossen werden.

Der letzte Tag, Tag der Abreise, fiel allen Teilnehmern sehr schwer, da wir im Landhaus Neuhof bei Familie Wolf sehr gut untergebracht waren und auch zusammen schöne fröhliche Stunden in geselliger Runde verbracht haben.

Es ging jedoch nicht gleich zurück in die Pfalz. Zunächst ging es in Richtung Trier nach Tawern zum gallorömischen Tempelbezirk auf den Metzenberg. Hier konnte eine Rekonstruktion eines Tempels vom 1.bis 4. Jahr n. Chr. besichtigt werden. Weiter fuhren wir dann nach Igel zur Igler Säule, ein großes römisches Denkmal, das besterhaltenste Pfeilergrabmal seiner Art. Das 23 Meter hohe Pfeilergrabdenkmal ist um 250 n. Chr. erbaut worden. Es ist reich mit Reliefs geschmückt und zeigt Szenen aus dem damaligen Berufs- und Alltagsleben.

Den Rest des Tages verbrachten wir in der Stadt Trier. Unser Wanderführer Rudi Hoffmann zeigte uns einen Teil der Sehenswürdigkeiten in Trier. Zur Mittagsrast kehrten wir in der Traditionsgaststätte „Zur Glocke“ ein.

Mit der Heimfahrt bis nach Gimmeldingen ging eine sehr schöne, vom Wettergott mit bestem Wetter unterstützte, Wanderfahrt zu Ende.


Wir bedanken uns recht herzlich für die gelungene Wanderfahrt und schönen Wandertage an der Mosel bei unserem Wanderführer Rudolf Hoffmann

Copyright © 2019 Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.. Alle Rechte vorbehalten.
Joomla! ist freie, unter der GNU/GPL-Lizenz veröffentlichte Software.
Diese Website verwendet Cookies – nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Klicken Sie auf „Ich stimme zu“, um Cookies zu akzeptieren und direkt unsere Website besuchen zu können.
zur Datenschutzerklärung Ich stimme zu