Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

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Wanderung Leimen – Ochsenbach – Gauangelloch – Lingental – Leimen

Pünktlich mit dem Eintreffen der Pfälzer Wanderfreunde wurde es auf der rechten Rheinseite feucht. In Leimen teilte sich die Gruppe, die etwas kleinere ging mit Egon Mackert und Georg Riemann auf eine längere Runde, während sich das Gros mit dem Bus etwa 150 Höhenmeter sparte und sich auf eine kleine Wanderung Richtung Gauangelloch begab.

 Ein kurzer Exkurs über Leimen: Erste Erwähnung 791 im Lorscher Kodex; im Mittelalter mit über 500 Einwohnern größer als Mannheim; Zerstörungen im 30-jährigen Krieg und im Pfälzer Erbfolgekrieg; um 1800 Bau des Seligmann'schen Palais (heute Rathaus) bis zum 2.Weltkrieg industriell geprägte Stadt (Heidelberger Zement) und Zigarrenherstellung; sog. Mittelzentrum mit Wein, Sport, mit über 50 Vereinen.

Am südlichen Ortsende Leimen's ging es erst kurz über den Lehrpfad des Obst- und Gartenbauvereins und nach 200 m gleich hinauf in die Weinberge (Weinlage Kreuzweg; Löss und Muschelkalk). Auf dem Wanderweg L3 (jetzt auch Lehrpfad des Geo-Naturparks Odenwald) weiter hinauf (fast wie die Pfälzer „Päädsches") zum Grauenbrunnen (auch Grauer Brunnen), eine aufgelassene Ortschaft aus der Mitte des 13.Jahrhundert bis etwa 1540. Entgegen der Brunnentafel wurde nach Grabungen in den 90er-Jahren festgestellt, dass der Ort einfach aufgegeben wurde. Jetzt nach nur ein paar Höhenmeterm kamen wir auf den „Wieslocher Weg" und kurz nach rechts auf dem „Amerikanerweg" ( als Entschädigung für entstandenen Flurschäden durch Truppenübungen von den „Amis" angelegt) zur Klammbrücke ( über die Klamm gleichzeitig Grenze zwischen den Gemeinden Nussloch und Leimen). Die Klamm entstand wahrscheinlich während des Unwetters um 1740, das in Leimen 3 von 5 Mühlen zerstörte. Wieder hinauf (aber nur leicht) zur „Hirschgrundhütte" und gleich wieder runter nach Ochsenbach (gegründet um 1350) noch ein leichter Anstieg und nach weiteren 800 m erreichten wir den „Eulenberghof" (Fam Miltner, ein Cousin ist Wetterfrosch beim SWR3).

Nach dem Essen ging eine kleine Gruppe zurück zum Naturfreundehaus oberhalb Leimens; der große Rest besuchte noch die Afrikanische Kunst in der Galerie im Bettendorff'schen Palais, eine ehemalige Burganlage, die im 30jährigen Krieg und noch einmal im „Erbfolgekrieg" zerstört wurde und bis heute dem Geschlecht der Bettendorfs gehört.

Durch Streuobstwiesen hinauf oberhalb von Lingental, hier hörte der Regen auf ( Blick zum Katzenbuckel) und man sah sogar in die südöstliche Richtung den „Kompass des Kraichgau" (Burg Stromberg bei Sinsheim).

Über die Verlobungseiche (eine mittlerweile aus Sicherheitsgründen umgelegte über 300jährige Eiche) . Hier sind es noch 10 min zum NFH am Gossenbrunnen. Das Haus steht auf einer Fläche, die früher von den Heidelberger Kurfürsten zum Verlustieren besucht wurde; in den 30er Jahren war es Lagerstätte der Arbeiter und der Materialien der „Organisation Todt".

Kaffee und Kuchen oder aber ein Biertest mit „Dachsenfranz"-Bier für die nächstjährige Wanderung beendete die doch etwas feuchte Angelegenheit.

Bericht: Georg Riemann
Bilder: Uwe Rinka
Wanderführer: Fam. Weigel-Riemann, Fam. Mackert

 

 

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