Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

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Nach der Rheinsteigwanderung  und der Eifelsteigwanderung folgte diesmal eine Wanderung auf dem Pfälzer Weinsteig. 13 Wanderer des PWV-Gimmeldingen fuhren mit dem Zug bis Grünstadt, von dort aus mit dem Bus nach Neuleiningen. In Neuleiningen machten wir gleich einen Abstecher zur Burg Neuleiningen, um dort die schöne Aussicht zu genießen.

Danach ging es hinunter ins Neuleininger Tal, um dann den Aufstieg zu dem knapp 400 Einwohner zählenden Dorf Battenberg zu bewältigen. Der Weg verlief nun einigermaßen eben. Der Pfälzer Weinsteig und der Leininger Burgenweg verlaufen bis zum Abzweig Altleiningen parallel. Wir verließen kurz den Weinsteig, um einen Abstecher zur Weisenheimer Hütte des PWV-Weisenheim zu machen. Dort hielten wir unsere Mittagsrast ab. Die Hütte liegt direkt am romantischen Ungeheuersee*1.

Gestärkt mit Essen und einigen Schorlen wanderten wir wieder hinauf zum Weinsteig. Vorbei am Forsthaus Lindemannsruhe verlief der Weg zum 497 Meter hochgelegene Bismarckturm*2 auf dem Peterskopf. Dort legten wir eine weitere Rast ein. Wer wollte konnte die 150 Stufen des Turmes erklingen. Von dort aus ist ein weiter Blick über die teilweise mehr als 400 Meter tiefer gelegene Oberrheinische Tiefebene möglich.

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PWV-Gimmeldingen vor dem Bismarckturm

Nach einem gemeinsamen Gruppenfoto vor dem Turm wanderten wir weiter Richtung Bad-Dürkheim. Vorbei am Gayersbrunnen führte uns der Weg zum Teufelsfels. Von nun an konnte man immer wieder die Aussicht auf Bad-Dürkheim und die Klosterruine Limburg genießen. Weiter wanderten wir entlang am keltischen Ringwall*3. Nach kurzer Zeit erreichten wir den römischen Steinbruch Kriemhildenstuhl.

Unser Tagesziel lag schon im Blickfeld, allerdings mussten wir steil bergab wandern. In Bad Dürkheim angekommen, nahmen wir noch einen kleinen Abschlusstrunk im „Dürkheimer Riesenfass*4

 

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PWV-Gimmeldingen vor dem Dürkheimer Riesenfass

Wir liefen durch den Kurpark zum Bahnhof, und fuhren mit dem Zug wieder nach Hause. Das Wetter blieb bis auf eine kurze Ausnahme „trocken“. Eine 20 Kilometer lange Wanderung lag hinter uns, der älteste Wanderer war 83 Jahre Jung, eine stolze Leistung.

 

Erklärungen:

*1 Der Ungeheuersee, ist eine unregelmäßig ovale, über 150 Meter lange und 50 Meter breite Wasserfläche. Erstmals 1599 erwähnt, gehört er heute zur Gemeinde Weisenheim am Berg. Der malerisch gelegene See ist eher ein Teich und gleich in mehrfacher Hinsicht einzigartig. Zum einen ist er weder natürlichen Ursprungs noch wurde er für die Fischzucht angelegt, sondern diente im Mittelalter als Viehtränke. Zum anderen liegt er im einzigen Hochmoor des Pfälzerwaldes und ist wegen seiner besonderen Flora als Naturdenkmal geschützt. Sein Wasserstand ist so starken Schwankungen unterworfen, dass er bisweilen austrocknet.Für den Namen des Sees gibt es zwei unterschiedliche Erklärungen:
Die wissenschaftliche leitet ihn aus den Wörtern „Unger“ für Waldweide und „Heyer“ für Gehege ab. Die Spektakulärere geht davon aus, dass umgestürzte Bäume unter Wasser mit einem Bewuchs überzogen waren, der fluoreszierend leuchtete, so dass es den Viehhirten und Waldarbeitern an diesem Fleck nicht „geheuer“ war.

Quelle: PWV-Weisenheim
*2 Das dem Reichskanzler Otto von Bismarck gewidmete Denkmal wurde vom Drachenfels-Club 1901 bis 1903 errichtet. Der Turm ist aus Buntsandstein gefertigt, der in der Nähe des Standortes gebrochen wurde. Er hat eine Grundfläche von 16,7 x 14 m und ist in drei Teile gegliedert.Über 15 außen am Turm angebrachte Treppenstufen ist der Unterbau zu besteigen, von welchem nach links und rechts Treppen auf die untere Aussichtsplattform führen. Die zweite Aussichtsplattform folgt nach 20 weiteren Stufen, die ebenfalls außen angebracht sind. Eine Innentreppe führt zur 30 m hoch gelegenen dritten Aussichtsplattform
Quelle: Wikipedia
*3 Diese Heidenmauer ist ein zweieinhalb Kilometer langer Ringwall, der um das Jahr 500 v. Chr. durch Kelten nach Art eines Murus Gallicus errichtet und nicht lange danach wieder niedergelegt wurde. Die Holzanteile der Mauer verschwanden im Lauf der Zeit durch Verrottung, die Steine sind erhalten.Der Kriemhildenstuhl, auf der Waldgemarkung der pfälzischen Kreisstadt Bad Dürkheim ist ein ehemaliger römischer Steinbruch, der um das Jahr 200 n. Chr. von der 22. Legion der römischen Armee, die in Mainz stationiert war, betrieben wurde.
Quelle: Wikipedia
*4 Das Dürkheimer Riesenfass, ist eine Sehenswürdigkeit in Bad Dürkheim. Das Riesenfass besitzt, bei einem Durchmesser von 13,5 m, ein Volumen von etwa 1.700.000 Liter und ist damit das größte Fass der Welt. Es wurde 1934 vom Winzer und Küfermeister Fritz Keller errichtet. Es diente allerdings nicht der Aufbewahrung von Flüssigkeit, sondern beherbergt ein Restaurant.
Quelle: Wikipedia
Wanderführer: Uwe Rinka, Gerhard Lützel
Bericht: Uwe Rinka

 

 

 

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