Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

Minusgrade am Morgen ( minus sieben Grad) und eine verschneite und gefrorene Verbindungsstraße Silbertal – Gimmeldingen hielten mich nicht davon ab, gemeinsam mit Bernhard Schmidt zum Sportplatz Gimmeldingen zu fahren und dort mit Reinhilde und Werner Goger die „Fahne der Ortsgruppe Lambrecht hoch zu halten“. Wir wanderten mit unserer befreundeten Ortsgruppe Gimmeldingen zur Deidesheimer Hütte. Wir starteten gemütlich Richtung Benjental, um dann außerhalb der Ortsbebauung rechter Hand an Höhe zu gewinnen und Richtung Meerspinn-Blick zu wandern. Dort steht eine Schützhütte mit wunderbarem Blick über die Rheinebene. Leider war es an diesem Morgen noch sehr neblig, so dass die Sicht doch arg eingeschränkt war.

Nächstes Ziel war für die Interessierten das Wendekreuz auf dem Weg zum Klausental. Dieses Kreuz steht etwas abseits der Strecke und wurde um die Jahrhundertwende (daher der Name) von den Königsbachern am Kirchberg errichtet „um damit gegen die immer weiter um sich greifende Irreligiosität zu wirken und dies auf weite Sicht hin zu dokumentieren“ (Zitat von www.neustadt.eu).
Im Klausental liegt die „Kapelle der 14 Nothelfer“ oder auch Klausenthal-Kapelle genannt zwischen Kirchberg und Hartenberg. Sie wurde errichtet als Dank für den Ausgang einer Hungersnot im 18. Jahrhundert. Ein Wallfahrtsweg mit Kreuzwegstationen verbindet die Pfarrkirche mit der Kapelle, zu dem auch das abgebildeter Kreuz an der Kapellenwand gehört.
Die 14 Nothelfer sind :

hl. Blasisus - Bischof - 3.2.316
hl. Georg - Ritter - 23.4.303
hl. Achatius - Soldat - 8.5.311
hl. Erasmus - Bischof - 2.6.303
hl. Vitus - Jüngling - 15.6.303
hl. Margarete - Jungfrau - 20.7.300
hl. Christophorus - Mart. - 25.7.254
hl. Pantaleon - Arzt - 27.7.302
hl. Cyriakus - Diakon - 8.8.303
hl. Aegidius - Einsiedler - 1.9.725
hl. Eustachius - Soldat - 20.9.120
hl. Dionysius - Bischof - 9.10.120
hl. Katharina - Jungfrau - 25.11.307
hl. Barbara - Jungfrau - 4.12.237

(Quelle : wegkreuze.blogspot.de)

Zur Stärkung der Wanderer hatte der Ortsverein seinen Vereinsbus zur Kapelle gesandt und stellte Glühwein mit den passenden Tassen bereit. So gestärkt ging es noch ein letztes Mal bergauf und die Höhenmeter waren geschafft. Der Rest ging nur noch bergab oder „eben“.

In der Waldschenke Deidesheim (www.waldschenke-deidesheim.de) war von der Wanderleitung Platz im Nebenzimmer reserviert, so dass dem Mittagessen nichts im Wege stand. Da der nächste Parkplatz (Mühltal) nur rund einen Kilometer entfernt ist, wird die Hütte gerne für kurze Spaziergänge genutzt und ist stark frequentiert. Die Lambrechter kennen die Hütte vom jährlichen Geissbockmarsch, denn hier werden die Lambrechter Wanderer am Pfingstdienstag immer von der historischen Stadtwache und dem Vertreter der Stadt empfangen und an die Stadtgrenze geleitet (2012: www.mittelpfalz.de/lambrecht/2012/pwv12/index.htm).

Nach der Mittagspause ging es bergab zum besagten Mühltalparkplatz und dann Richtung Pfalz-Blick. Dabei konnte man sehen, dass an den Weg schon die Ruppertsberger Weinlagen Goldschmied, Hofstück, Hoheburg, Linsenbusch, Mandelgarten, Nussbien, Reiterpfad und Römerweg angrenzen.
Auf dem weiteren Weg Richtung Königsbach kam die Gruppe dann auch an einem Gedenkstein der Gebirgsjäger-Kameradschaft Pfalz vorbei, die damit ihren Kameraden der Gebirgstruppe gedachten. In Königsbach selbst gibt es fast an jeder Ecke etwas zu sehen, sei es das ehemalige Wohnhaus von Kammersängerin Erika Köth, der 1998 errichtete Marienbrunnen, der Hirschhorn-Brunnen (2008) oder das „König-Ludwig-Häuschen“.

Über einen wahren Sonnenweg ging es dann zurück nach Gimmeldingen und zu den Autos. Vielen Dank an die Ortgruppe Gimmeldingen für die abwechslungsreiche und informative Wanderung.

Bilder von der Wanderung :

Zu den Bildern von Uwe Rinka <bitte hier klicken>
Bericht: Ewald Metzger
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