Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

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Am 21.10.2012 um 8.30 Uhr machten sich 41 Mitglieder und Freunde des PWV Gimmeldingen mit dem Bus auf den Weg nach Hinterweidenthal. Unser Wanderführer verkürzte uns die Anfahrt mit
der Sage vom Teufelstisch bei Hinterweidenthal:

Im Kaltenbacher Thale ein Tisch von Felsen steht
dort saß der Teufel beim Mahle; hört wie die Sage geht.
Einst schritt in jenem Walde durch nächtiges Dunkel schnell,
hinauf die Bergeshalde, ein finsterer Gesell.
Hell lodert in seinen Blicken unheimlich wilde Hast.
Nun will er sich erquicken, er schaut nach guter Rast.
Umsonst! Kein Stein zum Sitzen, kein Tisch zum nächtigen Mahl.
Vor Zorn seine Augen blitzen  - hin  über Berg und Tal.
Da, - wie mit Blitzesschnelle packt jetzt zwei Felsen frisch
der grimmige Geselle und stellt sie auf als Tisch.
Nachdem er dran gegessen, ging durch die Nacht er fort.
den Tisch wo er gesessen, den ließ er dort.
Das war ein ängstlich Schauen, des Morgens drunten im Tal!
Ein jeder sprach mit Grauen, dort hielt der Teufel Mahl!
Nur einer voller Zweifel die Andern hell verlacht:
"Ich geh" spricht er, "zum Teufel, zum Mahle dort heut Nacht!"
Man warnt ihn in der Runde, er lacht und geht --- vom Turm
tönt laut um die zwölfte Stunde - da! - welch ein Wind! Ein Sturm?
Und jetzt? - Was ist geschehen? Welch grässlicher Todesschrei!
Entsetzt die Lauscher stehen: "mit dem dort ist's vorbei!"
Der Keckste nimmer weilte vorm Dorfe länger draus;
er schlug ein Kreuz und eilte leis schauernd fort nach Haus.

 

Auf dem Parkplatz bei der Shell-Tankstelle stiegen wir alle aus und begannen unsere Wanderungen. Die B-Gruppe ging unter der Führung von Hildegard Körber und Reinhard Klotz entlang des Salzbaches zum Forsthaus Salzwoog.

Leider konnte uns der Wanderfreund  Horst aus Fischbach, der uns bei der Vortour hilfreich zur Seite stand, an diesem Tag krankheitsbedingt nicht begleiten. Also begann die A-Gruppe unter der Führung von Gerhard Spengler und Willibald Kratz den Aufstieg zum Hinterweidenthaler Teufelstisch. Nach einem kurzen Aufenthalt, bei dem wir den imposanten Teufelstisch bestaunen konnten, ging es wieder bergab und auf dem Weg entlang des Salzbaches erreichten wir kurz vor dem Forsthaus unsere Freunde der B-Gruppe. Eine gemeinsame Frühstücksrast war uns dann auf dem kleinen Rastplatz am Forsthaus bei herrlichem Sonnenschein  vergönnt.

Frisch gestärkt ging es dann  weiter. Während die B-Gruppe zum Bus ging und zum Rudolf-Keller-Haus des Deutschen Alpenverein nach Langmühle  fuhr, hatten die Wanderer der A-Gruppe noch den Anstieg zum 2.Teufelstisch, nämlich dem sog. „kleinen“ Salzwooger Teufelstisch vor sich. Nachdem auch dieser erklommen war, ging es weiter nach Langmühle zur Mittagsrast.

Hier wurden wir alle sehr nett von der Wirtin und ihrem Team empfangen. Der Service klappte hervorragend. Nachdem wir uns alle gestärkt hatten, sind beide Gruppen nach einem Gruppenfoto von unserem Hausfotograf Uwe Rinka gleichzeitig aufgebrochen. Die einen mit dem Bus nach Lemberg und zu Fuß zum Naturfreundehaus Horbachtal, die anderen marschierten hoch zum Rotenberg und über den Aussichtspunkt Gottfriedsruhe zum Moosbachtal und weiter durch das Horbachtal ebenfalls zum Naturfreundehaus. Hier war dann der gemeinsame Abschluss und nach einem kurzen Stück zu Fuß zurück zum Bus, ging es dann in Richtung Heimat.

Im Bus erzählte unser Wanderführer noch, dass er das Rotkäppchen in der Nähe des Teufelstisches gesehen hat und es erzählte ihm von seinen Problemen mit der Großmutter

Rotkäppchen heute
Ich bin das Rotkäppchen, komm mit Wein und Kuchen
und wollte eigentlich die Großmutter besuchen...
Doch wie ich so gehe durch den Wald zu dem Haus,
sehe ich gleich, die Großmutter ist aus...
Die Garage steht offen, der Wagen ist fort,
Stimmt, heute  ist Montag, da hat sie ja Sport...
Sie macht Aerobic von 9 bis 10,
danach schwitzt sie sich in der Sauna schön...

Auch Dienstag und Mittwoch sind ausgebucht,
weil sie da Kurse der Volkshochschule besucht:
Englisch, Spanisch, Malen und Stricken,
dazu noch Yoga, gut für den Rücken ...
Am Donnerstag oh gütiger Vater,
probt sie für das  Seniorentheater...
Freitag ist Treffen – Gesangverein -,
am Samstag schwingt sie beim Volkstanz das Bein...
Am Sonntag an der Tür, ein Zettel nur,
bin mit dem Wanderklub in der Natur...
Und käme der Wolf mal vorbeigeschlichen,
im nächsten Moment schon wär‘ er verblichen...
OMA  macht Karate - Kurs Nr. 10 -,
und ‘nen Schlag auf die Schnauze würde er nicht überstehen..
Nun stell‘  ich ihr hin, was ich mitgebracht,
heut‘  kommt sie wieder nicht vor Mitternacht...
GROßMÜTTER von heute sind aus besonderem Holz,
und ich – das Rotkäppchen von heute –
bin auf meine Großmutter ganz stolz!!!

Wir hatten an diesem Tag wirklich Glück mit Petrus. Er versorgte uns für diese Jahreszeit mit dem besten Wetter.

(die „Sage vom Teufelstisch“ und die „Geschichte vom Rotkäppchen“ sind von unbekannten Verfassern ausgeliehen)

Bericht: Gerhard Spengler
Wanderführer: Gerhard Spengler, Willibald Kratz


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