Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

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Wanderung von Heidelberg-Ziegelhausen nach Neckarsteinach

Am Sonntag, den 22. Juli 2012 fuhren etwa 22 Wanderer/-innen mit öffentlichen Verkehrsmitteln bei herrlichem Wetter mit angenehmen Temperaturen nach Heidelberg-Ziegelhausen. Schon unterwegs, als es mit dem Bus nach Ziegelhausen (Langer Kirschbaum) ging, hatten wir einen wunderbaren Blick auf die Altstadt und dem Schloss von Heidelberg mit all den schönen Gebäuden und Villen auf der Königsstuhl-Seite.

Vom Parkplatz „Langer Kirschbaum“ (oberhalb von Ziegelhausen) wanderten wir vorbei an der Sitzbachhütte, der Münchelhütte (hier legten wir eine Rast ein), der Lärchengartenhütte und der Ruhesteinhütte (auch hier „pausierten“ wir zwecks „Stärkung“ aus dem Rucksack) nach Neckarsteinach. Der Wanderweg war fast eben und hatte nur sehr leichte Steigungen.

Kurz vor Neckarsteinach kamen wir an vier Burgen vorbei, weshalb dieser Wanderweg auch der „4-Burgen-Wanderweg“ benannt wird. Die erste Burg war die Ruine Schadeck (im Volksmund auch „Schwalbennest“ genannt, weil diese hoch oben an der Bergwand „klebt“). Von hier bot sich ein sehenswerter Blick auf die Neckarschleife mit Neckarsteinach, die Hinter- und der Mittelburg sowie die gegenüberliegende Bergfeste Dilsberg. Auch die Hinterburg könnte besichtigt werden; jedoch aus Zeitgründen mussten wir hierauf verzichten. Die beiden anderen Burgen, die Mittelburg und die Vorderburg, sind in Privatbesitz und stehen für eine Besichtigung nicht zur Verfügung.

Alle vier Burgen wurden zwischen 1100 und 1230 von den Herren von Steinach teils als Wormser bzw. Speyrer Lehen erbaut und befanden sich im späten Mittelalter teilweise im Besitz verschiedener anderer Herren des niederen Adels. Im 16. Jahrhundert gelangten sie wieder alle in den Besitz der Herren von Steinach, nach deren Aussterben 1653 in den Besitz einer Linie derer von Metternich, danach 1753 in die Hand der Bistümer Worms und Speyer und 1803 an das Land Hessen, das die Vorderburg an Privat verkaufte und die Mittelburg sowie die Ruine der Hinterburg an die Erben der früheren Besitzer, die Freiherren von Dorth abtrat. Die Freiherren von Dorth erwarben später auch die Vorderburg, gaben jedoch die Ruine der Hinterburg an das Land zurück. Die Mittelburg, im 16. Jhd. zum Renaissanceschloss umgebaut und im 19. Jhd. gotisiert, wird heute von der Familie von Warsberg-Dorth bewohnt, die Vorderburg ist Sitz der Warsbergschen Forstverwaltung. Letztere liegt direkt über Neckarsteinach und kann wegen der etwas ungünstigen Lage nicht gut eingesehen werden.

Nachdem wir an allen vier Burgen vorbeiwanderten (außer Ruine Schadeck – siehe oben -) kehrten wir in der Stadtmitte von Neckarsteinach in eine Gaststätte ein und fuhren nach der „Stärkung“ wieder mit der S-Bahn frohen Mutes nach Hause und freuten uns, dass wir wieder ein schöne Wanderung unternehmen durften.

Bericht: Gerhard Leidner

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