Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

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Kultur- und Wanderfahrt nach München und in das bayerische Alpenvorland vom 13.7. bis 15.7.2012

1. Tag
Am frühen Morgen des 13.7.2012 begann für 11 Mitglieder unserer Ortsgruppe eine Reise nach München und in das bayerische Alpenvorland.

Die Reise nach München verlief ohne irgendwelche Zwischenfälle größtenteils über die Autobahn A 8 sehr harmonisch. Nach Ankunft dort wurden wir von einer Gastfamilie recht herzlich begrüßt und mit einer echten bayerischen Brotzeit verwöhnt.

 

Danach stand der erste Höhepunkt der Reise auf dem Programm. Es wurde die Pinakothek der Moderne besucht. Dieses Gebäude wurde von Stephan Braunfells entworfen (fertig gestellt 2002) wobei dessen Architektur von Kritikern einhellig als „gelungen“ bezeichnet wird. Dort stand vor allem die Sonderausstellung mit dem Titel „Frauen“ auf dem Programm. Hauptsächlich Bilder von Max Beckmann, Willem de Kooning und Pablo Picasso sowie andere Maler wurden uns von einer gut versierten Kunststudentin erläutert und klar verständlich dargelegt, was die einzelnen Künstler mit ihren Gemälden ausdrücken wollen. Die Auswahl der erläuterten Gemälde war von der Studentin hervorragend gelungen. Hierbei zeigt sich, dass die Malerei des 20. Jahrhunderts verschiedene Ausdrucksformen hatte, die sich in den dort gezeigten Werken deutlich erkennen ließ.

Nach der Führung bestand noch die Möglichkeit, Werke anderer Maler und andere Ausstellungsstücke anzuschauen. Eine kleine Gruppe nutzte sogar die Gelegenheit die gegenüberliegende Alte Pinakothek aufzusuchen um dort Werke „alter“ Meister zu bewundern.

Nach dem Einchecken in unser Hotel in München-Pasing und einem Besuch einer Pizzeria ging dieser Tag wohltuend zu Ende.

2. Tag
Nachdem wir gut gefrühstückt hatten, machten wir uns auf den Weg nach Kochel am See, um das Franz-Marc-Museum zu besuchen. Der Museumsbesuch kam uns gerade recht, weil das Wetter nicht in Sommerlaune war. In diesem Museum, das 1986 errichtet wurde, um das Schaffen des Künstlers Franz Marc zu würdigen, konnten wir Gemälde eben dieses Malers und weiterer bedeutende Künstler aus seiner Epoche sehen. Vor allem Werke von Paul Klee, Gabriele Münter, Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlensky sind zu nennen, die alle die Malerei des 20. Jahrhunderts prägten. Wegen einer gleichzeitig stattgefundenen Hochzeitsfeier konnten nicht alle Werke bewundert werden, was allgemein bedauert wurde.

Nach dem Museumsbesuch stand ursprünglich die Fahrt zum Blomberg bei Bad Tölz auf dem Programm. Wegen des regnerischen Wetters wurde kurzerhand umdisponiert und wir fuhren zum nahegelegenen Kloster Benediktbeuern. Um es vorweg zu nennen, dieser Besuch hat sich wegen der barocken Pracht der Klosterbasilika und anderer Räume im Kloster selbst gelohnt.

Das Kloster Benediktbeuern ist eine ehemalige Abtei der Benediktiner und ist heute eine Niederlassung der Salesianer Don Boscos (katholische Ordensgemeinschaft). Die Basilika allerdings wird heute als Pfarrkirche der katholischen Gemeinde in Benediktbeuern genutzt. Wegen der unterschiedlichen Eigentumsverhältnisse ist es nicht möglich vom Kreuzgang in die Basilika zu gehen (ein Umweg über eine Hoffläche ist erforderlich).

Im Kloster selbst wurden uns von einer Fremdenführerin einige Räume gezeigt, die von herrlichen Stuckarbeiten und Deckengemälden geschmückt waren. Auch der Kreuzgang und ein Raum mit einer holzgeschnitzten Decke waren sehenswert.

Die Klosterbasilika aus dem 17. Jahrhundert ist vor allem wegen der barocken Deckenmalerei, den Stuckarbeiten, dem Hochalter (der den Chorraum abtrennt) mit einer darüber liegenden Uhr äußerst sehenswert. Die Gewölbebilder stammen von Hans Georg Asam und gelten als die frühesten Fresken der altbayerischen Barockkunst. Verschiedene Persönlichkeiten aus der Barockzeit wurden als Stuckfiguren vor allem am Hochalter dargestellt und somit entsprechend geehrt.

An der Nordostecke der Kirche wurde 1753 die Rokokokapelle zu Ehren der Heiligen Anastasia von Sirmium errichtet. Diese Anastasiakapelle wurde von uns ebenfalls besichtigt und überzeugt auch vor allem wegen der Deckenmalerei und dem Hochaltar.

Im Laufe der Jahrhunderte war die Klosteranlagen mehren Großbränden ausgesetzt und wurde immer wieder (Gott sei Dank) aufgebaut. Die Lage auf einem Hochmoor macht die Situation der baulichen Standfestigkeit nicht leicht. So mussten bereits mehrere Male Arbeiten zur Standfestigkeiten durchgeführt werden. Dies gilt vor allem für die Anastasiakapelle, die zeitweise sogar vom Einsturz bedroht war.

Nach einer Stärkung in einem nahe gelegenen Gasthof fuhren wir nach Bad Tölz. Hier konnte jeder die zur Verfügung stehende Zeit selbst gestalten. So bestand die Möglichkeit die beiden Stadtkirchen zu besichtigen, ein Bummel auf der Marktstraße mit dem vielen typisch bayerischen Häusern (bewundernswert vor allem die Lüftlmalerei) zu machen oder auch nur einen schönen Stadtpark zu besuchen, der sich ebenfalls im Stadtzentrum befand. An einigen Stellen konnte man einen Blick auf die vorbei fließende Isar werfen und somit das schöne Stadtpanorama auf uns einwirken lassen.

Anschließend fuhren wir nach dem Abendessen in einer typisch Münchner Gaststätte in unser Hotel zurück.

3. Tag
Nach dem Frühstück hieß es Abschied von unseren Gastgebern zu nehmen. Aber nach Hause ging es noch lange nicht. Das Wetter hatte sich zum Besseren gewendet, sodass wir noch eine Fahrt zum Blomberg unternahmen. Hier bestand die Möglichkeit entweder mit dem Sessellift nach oben zu fahren oder aber hoch zu wandern. Drei Mitreisende machten von dem Wanderangebot Gebrauch und liefen ca. 7 km den Berg hinauf (ca. 500 Höhenmeter mussten dabei bewältigt werden (Lage der Talstation ca. 700 m NN; Lage des Blomberghauses ca. 1200 m NN). Der Weg selbst bereitete keine Schwierigkeiten, sodass die Wanderer zügig den Berg erklimmen konnten. Oben vor dem Blomberghaus konnte eine Stärkung eingenommen und/oder die Aussicht genossen werden. Nach dieser ausgiebigen Rast gingen die Wanderer einen kürzeren Weg wieder zurück (Dieser Weg wird im Winter als Rodelbahn genutzt), der ebenfalls ohne Schwierigkeiten gemeistert wurde.

So traten wir am Nachmittag die Rückreise an, die ebenfalls trotz teilweisen dichten Verkehrs auf der Autobahn A 8 (es gab  kleinere „Zähflüssigkeiten“) sehr harmonisch verlief und erreichten unsere Heimat froh gelaunt in den frühen Abendstunden.

Den Organisatoren/-innen und den Fahrer/-innen gebührt ein dickes Lob für die Durchführung dieser Reise, die trotz der witterungsbedingten Abänderung des Reiseablaufs hervorragend geplant und auch durchgeführt wurde. Alle Reiseteilnehmer/-innen möchten sich hiermit recht herzlich bedanken und ein großes Lob aussprechen.

Berichterstatter: Gerhard Leidner
Organisation/Fahrer: Sunsanne u. Bernd Gräning

 

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