Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

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Ins Kuseler Musikanntenland nach Quirnbach bei Glan Münchweiler führte dieses Mal unser Weg.

Dort fand der traditionelle Pferdemarkt, immer am zweiten Mittwoch im November, statt. Zahlreiche Menschen hatten dieselbe Idee, so ging es bei „voller Hütte“ zum Rundgang durch die Festmeile im Ort. Zahlreiche Stände mit vielen Produkten begleiteten unseren Weg. Natürlich ließen wir uns eine Fohlenbratwurst schmecken und versuchten einheimische Obstwässerchen, ehe wir uns wieder per Bahn auf den Rückweg machten.

Wie kam es aber zum Pferdemarkt? Das Pferd war nur als Reittier bekannt und somit dem Adel und dem Militär vorbehalten. Mitte des 19.Jahrhunderts setzte sich das Pferd aber immer mehr in der Landwirtschaft durch und löste als Zugtier den Ochsen in dieser Funktion ab. Deshalb entschloß sich die Gemeinde Quirnbach im Jahr 1877 einen reinen Pferdemarkt abzuhalten. Heute würde man den Marktort mit Fug und Recht ein Kommunikationszentrum nennen. Vor allem der Pferdemarkt im Herbst ließ den Bauern viel Zeit für zwischenmenschliche Beziehungen. Und weil es zu jener Zeit durchaus üblich war, seine Kinder zu "versprechen", wurde der Quirnbacher Pferdemarkt im Volksmund schon bald "Heiratsmarkt" genannt. Die Pferdeprämierung erfreut sich schon seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Eine Vielfalt von Rassen ist zu sehen und die Prämierung wird durch sehenswerte Schaunummern aufgelockert.

Egon Mackert     Willibald Kratz      Edelgard Schäker

 

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