Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

Am Anfang der Reise stellte sich die Frage: Wo geht es hin? Die Teilnehmer recherchierten, fanden das Ziel jedoch nicht.

Nun, es ging ins „Ländle“. Erstes Ziel war die „Wimsemer Höhle“.*1 Die Höhle war schon vor mehr als 4000 Jahren von Menschen bewohnt, was sich durch Funde vor Ort nachweisen lässt. Sie ist die einzige Höhle in Deutschland, die geflutet ist und nur mit einem Kahn und Führer befahren werden darf.

Unser erstes Ziel und unser Restaurant Gasthof Friedrichshöhle, Ort der Mittagsrast,  liegen in unmittelbarer Nachbarschaft. Der vorbeifließende Wildbach Aach mit seinem klaren Wasser und prachtvollen Forellen, die sich besonders gut beobachten ließen, boten eine einmalig schöne Naturkulisse. Wir speisten im Freien. Der Gasthof Friedrichshöhle mit seiner Küche ist wegen der Güte und der Qualität mehrfach zertifiziert und ausgezeichnet: u.a. als kontrolliert-zertifizierte Bio-Küche.

Der Nachmittag führte uns nach Hechingen zur Burg „Hohenzollern“.

Diese Burg von geschichtlicher Bedeutung sollte jeder, den Kultur und Geschichte, wenn auch nur in geringem Maße interessiert einmal besuchen. Die Burg-Festung ist baulich in sehr gutem Zustand. Das interessierte Publikum ist international. Führungen werden (auf Anmeldung) in fast allen Sprachen angeboten. Die Chronologie der Besitzer-Familien, deren Wirken in der Vergangenheit, das Mobiliar, Kunst und Waffensammlung und die Persönlichkeiten in Bronze gegossen, Statuen im Burghof, das alles wirkt nach, um dann doch hinterher noch einmal nach zu schlagen..

Bei den Erläuterungen unseres „Burgfräulein“, zu den letzten Kaisern, fiel eine Jahreszahl, mit der sich eine Beziehung zu Gimmeldingen herleiten lässt. 1888, das Drei-Kaiser-Jahr. Man hat in Gimmeldingen das „Kaisergärtchen“ angelegt, eine Eiche und zwei Linden gepflanzt, wovon nur noch die Eiche, ein „Prachtexemplar“ vorhanden ist. Hierzu die Frage: Warum und wann, das Anlegen des „Kaisergärtchen“? Wessen Initiative war es damals? Es gibt Anlass zum recherchieren.*2

So hat diese Fahrt ins Blaue, kulturell einen hohen Stellenwert.

 

  • Hinweise

*1 Die Wimsener Mühle ist eine der Hauptattraktionen des Geopark Schwäbische Alb. Das auch als Friedrichshöhle bekannte Naturdenkmal ist die einzige „aktive“ Wasserhöhle Deutschlands und benannt nach Kurfürst Friedrich von Württemberg. Sie entstand mit ihrer heute bekannten Länge von über 725 m in den Oberen Massenkalten des Oberjura durch den Höhlenbach.
Quellenangabe: http://www.wimsen.de/Wimsener_Hoehle/wimsenindex.htm 

*2 „Dreikaiserjahr“: Die Kaisereiche wird gepflanzt (1888). Am 8. März 1888 stirbt Kaiser Wilhelm I. mit fast 91 Jahren. Ihm folgt sein Sohn Friedrich III., der jedoch todkrank ist (Kehlkopfkrebs). Er herrscht nur 99 Tage. Nachfolger wird am 15. Juni 1888 dessen 29jähriger Sohn Wilhelm II. Das „Kaisergärtchen“ soll an diese drei Kaiser erinnern“.
Quellenangabe: Ortsverwaltung Gimmeldingen: Chronik eines Weindorfes. Satz und Druck: Druckerei Birghan, Neustadt, 1996, Seite 100

Im Volksmund wird das „Kaisergärtchen“ auch Denkmal genannt, da früher hier das Kriegerdenkmal stand, bevor es seinen neuen Standort am Friedhof bekam. 

 Bericht: Walter Gutfrucht Hinweise: Edelgard Schäker


 Unser herzlichster Dank geht an die Familien Gräning und Schäker, für die Ausrichtung und Durchführung dieser schönen Fahrt ins Blaue.

 

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