Pfälzerwald-Verein Gimmeldingen e.V.

Ein Bericht von Walter Gutfrucht

Er steht seit geraumer Zeit, wie kein anderer Baum, im Interesse der Öffentlichkeit. Man hat den Pfälzer Mandel-Pfad gegründet, beschildert um ihn touristisch an zu preisen. Der Mandelbaum ziert in der Vor-Frühlingszeit in besonderer Weise unsere Vorderpfalz.

Verehrt und gefeiert wird er seit Jahrzehnten in Gimmeldingen. Pflanzaktionen, Gießaktionen bei andauernder Trockenheit, sowie Baumpflege und Nachpflanzungen werden bei Bedarf organisiert und durchgeführt.

Das Mandelblütenfest, das weit über die Pfalz bekannt und beliebt ist lockt seine Gäste und Freunde an. Nun geht es darum einiges mehr um den Mandelbaum zu erfahren.

Dazu bot die „Gartenakademie“ von Rheinland-Pfalz (DLR) in Mussbach einen Informationsabend an, zum Thema: Kastanien, Nüsse  Mandeln.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht und wurde von Herrn Werner Ollig und

Frau Eva Morgenstern gestaltet.

Ein zweiter Informations-Abend zum Thema Essmandel fand am 30.11.2010 in Landau statt.

Hier hatten die Leitung Frau Silke Schunck, sowie Herr Peter Straub. Hierzu einige Aspekte.

 

Die Mandel die über den Nahen Osten von China zu uns kam ist seit 800 n.C. in Deutschland und seit 1100 n.C. in der Pfalz bekannt. Um 1900 gab es in der Pfalz insbesondere im Raum Neustadt den stärksten Anbau. So kann man erfahren, dass an einem Markttag bis zu 300 kg Mandeln angeboten wurden.

Die Bittermandel, sie blüht rosa und hat im reifen Zustand eine harte Schale. Beim Verzehr von Bittermandeln entsteht bei der Verdauung Blausäure und die ist sehr giftig.

Die Essmandel (Dulcis) Süßmandel, sie blüht weiß und ist im Reifezustand leicht aufbrech-bar. Diese Mandel wird früh, also grün geerntet, deshalb auch „Aprilmandel“ genannt. Durch spezielle Behandlung und Zuckerung wird sie bei der Firma „Biffar“ in Deidesheim zu einer Delikatesse verarbeitet sie hat einen großen Feinschmecker-Kreis.

Bekannt sind auch die große Prinzessmandel sowie die Dürkheimer Krachmandel.

40% unserer Mandelbäume stammen aus Italien, 30% der Bäume kommen aus Frankreich und 20% der Bäume kommen aus Kalifornien. Die Palatina-Mandel wird bei der Firma „Oberholz“ in Freinsheim gezüchtet dort gibt es eine Mandelplantage.

Der junge Mandelbaum braucht eine solide Stützung und das recht lange. Er neigt er immer wieder sich zu krümmen und steht oft schräg in der Landschaft.

Was man von der Mandel noch weis. Die Mandel ist das Sinnbild von Reinheit und Fruchtbarkeit Sie wurde bei Hochzeiten gestreut. Pharaonen nutzten die Mandel als Brotbelag.

Die Mandel dient als Basis bei der Herstellung von Marzipan. In der Kosmetik kennt man das hochwertige Mandelöl und es gibt eine Mandelseife. Die Mandel diente auch als Gewichtseinheit. Beim Verzehr regelt die Mandel den Energiehaushalt, geraspelt auf der Forelle „Müllerin“ gibt sie dem Fisch die besondere Note. Sie gilt als das göttliche Licht und wird von den Tibetern als weiße Göttin verehrt. Für Wanderer galt ein Wanderstab aus Mandelholz etwas besonderes.

Am Ende des Vortrag  in der DLR Mussbach stand eine „Mandelprobe“ an, mehrere Mandelsorten wurden zum Vergleich und zum Verzehr angeboten.

 

Fortsetzung in Sachen Nussbaum, dem Stiefkind in unserer Region folgt.

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