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Weitwanderung Lambrecht -Totenkopf – Lambrecht (24km)

Mit der S-Bahn ging es vom Neustädter Bahnhaltepunkt Böbig nach Lambrecht. Uns erwartete eine Wanderung über 24 Kilometer. In Lambrecht angekommen, liefen wir zur Markierung „gelbes Kreuz“, die uns ins Elmsteiner Tal führte. Wir wanderten durch das Elmsteiner Tal, vorbei an der Burg Spangenberg bis nach Breitenstein.

Ab Breitenstein war nun ein Höhenunterschied von 300m zu bewältigen. Deshalb legten wir erstmal eine kurze Frühstückspause ein, um uns zu stärken. Danach machten wir uns auf den Aufstieg über die Markierung „roter Strich“ Richtung Totenkopf. Unterwegs verließen wir kurz die Markierung, um an eine Erdspalte zu gelangen.

 Diese Spalte entstand vor rund 48 Millionen Jahren durch die Absenkung des Rheingrabens, und zieht sich von Bad Dürkheim bis Albersweiler. Dadurch kam es im Bereich des heutigen Pfälzerwaldes zu Bruchstellen im Buntsandstein. Dieses Erdloch liegt zwischen den Hauptverwerfungen der Lambrechter-und Elmsteiner-Verwerfung. Die Verwerfung ist sogar auf Satellitenbilder zu erkennen. Die Erdspalte, genannt Studerbildschacht oder Studerbildhöhle wurde zufällig 1916 beim Pflücken von Heidelbeeren entdeckt. Der rund 50 Meter tiefe Studerbildschacht gehört zu den tiefsten natürlichen Schächten im Sandstein und sollte nicht betreten werden. Auch wenn es anders aussieht: Der Schacht fällt direkt nach wenigen Metern senkrecht nach unten ab.

Wir liefen weiter und kamen nach einem Kilometer an das Studerbild. Das Studerbild ist ein Bildstock aus Buntsandstein. Es wurde 1769 aufgestellt und weist eine ­wohl nachträglich-eingefügte Plakette der Mutter Maria auf. Diese Gedenksteine markieren oft die Stelle von Unglücken.

Nach einer kurzen Pause liefen wir weiter zum Totenkopf. In der Totenkopfhütte wurden wir von fünf Vereinsmitgliedern erwartet, die mit unserem Vereins-Bus direkt auf den Totenkopf gefahren sind. Darunter auch unser Ehrenvorsitzender Fritz Dürrschmidt. Nach dem gemeinsamen Mittagessen entschieden sich noch zwei, mit dem Vereins-Bus gekommene Wanderfreunde, die zweite Hälfte der Wanderung bis Lambrecht mit zu wandern.

Nach zwei Kilometern kamen wir am Hellerplatz an, und machten an der Neustädter Hütte (Hellerhütte) gleich wieder eine kurze „Schoppen-Pause“. Das nächste Ziel war die „Breite Loog“, eine natürliche Felsplatte, die früher als Grenzstein diente. Nachdem die Platte mit dem bereitgestellten Besen „geputzt“ wurde, verewigten wir uns noch im Besenbuch.

Der Weg führte uns weiter über die „Alte Unger“ (Kaisergärtchen) zum Aussichtspunkt „Dicker Stein“. Von dort aus hat man einen wunderbaren Ausblick auf die Stadt Lambrecht und auch auf unseren Hausberg, das Weinbiet. Vom Dicken Stein liefen wir direkt an den Lambrechter Bahnhof und führen mit der S-Bahn zurück nach Neustadt.

Dreizehn Wanderfreunde, darunter drei Gäste nahmen an dieser Wanderung Teil. Das Wetter war Frühlingshaft, strahlender Sonnenschein begleitete uns den ganzen Tag. Besser hätte es nicht sein können.


Unser herzlichster Dank geht an die Wanderführer Uwe Rinka und Karlheinz Schäker für die Ausrichtung und Durchführung dieser Wanderung.